Ihre Daten – unsere Verantwortung

Der Medizinische Dienst benötigt eine Vielzahl von Informationen zur Begutachtung und kommt daher täglich mit Versichertendaten in Berührung. Hier finden Sie Informationen zu Ihren Rechten und zu unserem Umgang mit Ihren Sozialdaten.

Versicherte haben einen Anspruch darauf, dass der Medizinische Dienst ihre Daten mit höchster Diskretion behandelt. Sie haben das Recht zu erfahren, welche personenbezogenen Daten der Medizinische Dienst gespeichert hat und können diese auch einsehen.

1. Umgang mit Daten aus einer Beauftragung durch die Kranken- und Pflegekasse

Der Schutz und die Sicherheit Ihrer persönlichen Daten ist für den Medizinischen Dienst Thüringen ein wichtiges Anliegen. Sie haben einen Anspruch darauf, dass Ihre Daten von uns mit höchster Sorgfalt und Diskretion behandelt werden. Daher sind alle Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes Thüringen zur Verschwiegenheit verpflichtet.

2. Wozu benötigt der Medizinische Dienst Daten?

Der Medizinische Dienst Thüringen wird von den Kranken- und Pflegekassen mit der Klärung medizinischer oder pflegerischer Fragen entsprechend dem Sozialgesetzbuch (SGB) beauftragt. Um qualifiziert antworten zu können, ist es für den Gutachter des Medizinischen Dienstes erforderlich, sich ein Bild zum Beispiel über die Erkrankung und die bisherige oder beabsichtigte Behandlung beim Hausarzt zu machen. Gesetzliche Bestimmungen (u. a. § 276 SGB V oder § 18 SGB X) erlauben dem Medizinischen Dienst, die erforderlichen Daten des Versicherten über Krankheiten, Behinderungen, Behandlungen und Pflegebedarf einzuholen und für die gutachterliche Arbeit zu nutzen.

3. Welche Daten benötigt der Medizinische Dienst?

Arztberichte, Entlassungsberichte aus dem Krankenhaus oder einer Rehabilitationseinrichtung, Verordnungen für Medikamente und Hilfsmittel oder die Pflegedokumentation sind Beispiele für Unterlagen, die der Medizinische Dienst benötigt.

4. Woher kommen die Daten?

Neben den Versicherten, Kranken- und Pflegekassen und anderen Sozialleistungsträgern erhält der Medizinische Dienst Thüringen auch von den Leistungserbringern, wie Ärzten oder Krankenhäusern, die erforderlichen Daten. Der Gesetzgeber verpflichtet die Leistungserbringer in § 276 Abs. 2 SGB V, dem Medizinischen Dienst Thüringen auf Anforderung die benötigen Daten zu übermitteln.

5. Was macht der Medizinische Dienst mit den Daten?

Die Fragen der Kranken- oder Pflegekasse beantworten die Gutachter des Medizinischen Dienstes Thüringen in Form einer gutachtlichen Stellungnahme. Die vorliegenden Daten werden darin inbezogen.

6. Wer bekommt Daten vom Medizinischer Dienst?

Die Informationspflicht des Medizinischen Dienstes Thüringen ist in § 277 SGB V festgehalten. Danach erhalten die Krankenkassen das Ergebnis der Begutachtung des Medizinischen Dienstes, die erforderlichen Befundangaben und ggf. Hinweise für die Behandlung bzw. Pflege. Auch Leistungserbringer wie Hausärzte oder Krankenhäuser sind über die Begutachtung des Medizinischen Dienstes zu informieren.

7. Wie lange werden Daten gespeichert?

Der Medizinische Dienst  archiviert die im Zusammenhang mit einem Auftrag vorgelegten Daten für maximal fünf Jahre.

Datenschutzbeauftragter

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